Die Ingenieure von OPTIMUM waren letzte Woche mit dem Bauherrn RTE vor Ort, um eine 243 Meter lange S-förmige HDD-Maßnahme unter dem Fluss Marne östlich von Paris erfolgreich fertigzustellen. Damit kann RTE die Arbeiten zur Netzerweiterung fortsetzen und wichtige Umspannwerke rund um die Hauptstadt anschließen.
Die 225-kV-Dreiphasen-Erdverbindung verläuft jetzt 16 Meter unter dem Flussbett. Mit einem gyroskopischen Leitsystem von Brownline führte das Bohrunternehmen BIR die Pilotbohrung mit höchster Präzision durch und konnte so unterirdische Infrastruktur wie Brückenfundamente, eine Fußgängerrampe sowie 11 Meter tiefe Spundwände auf beiden Seiten des Flusses umgehen.
Die Ingenieure von OPTIMUM haben die S-förmige Kreuzung vorgeschlagen, nachdem der ursprüngliche Bohrpfad in den Vorstudien wegen der vielen unterirdischen Leitungsnetze in der Gegend als nicht machbar bewertet wurde. Ein spezielles Team hat RTE dann in jeder Phase des Projekts unterstützt, von der Konstruktion über die Auswahl der Auftragnehmer, die Risikoanalyse und -minderung bis hin zur täglichen Überwachung der HDD-Arbeiten. Besonderes Augenmerk wurde auf die Bohrflüssigkeit gelegt. Sie wurde durchgehend überwacht und angepasst, um die mögliche Verstopfung der Bohrgeräte und -werkzeuge durch die liegenden lehmigen Böden zu verhindern. So konnte die Integrität des Bohrlochs gewährleistet werden.
Trotz einer relativ kurzen zu unterquerenden Strecke war die Komplexität der Baustelle, sowohl über als auch unter der Erde, ziemlich hoch und erforderte geotechnische Präzision und Fachwissen. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit RTE und BIR lief alles reibungslos und die HDD wurde nach nur 11 Tagen Bohrzeit planmäßig fertiggestellt.




